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In der Sowjetunion vermißte US-amerikanische Soldaten des 2. Weltkrieges

"DIE WELT", 22. Juli 1991 (Auszug):
US-Soldaten in der UdSSR vermißt

... Einige Abgeordnete des Kongresses haben in den letzten Tagen die Aufmerksamkeit auf US-Soldaten gelenkt, die sich seit über 46 Jahren angeblich in sowjetischer Haft befinden.
Es handelt sich dabei um Kriegsgefangene in deutschen Lagern, die von den Sowjets in der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges befreit, aber nicht in die USA, sondern von Stalin angeblich in sowjetische Arbeitslager weitergeleitet wurden.
Der konservative republikanische Senator Jesse Helms beruft sich auf ein Dokument von General Eisenhower, in dem die Zahl dieser amerikanischen Gefangenen mit 25.000 angegeben wird. Von ihnen seinen auf Druck Eisenhowers lediglich rund 5.000 freigegeben worden. Über das Schicksal der restlichen 20.000 sei bisher nichts bekannt. Man vermutet jedoch, daß einige von ihnen noch leben.

"DIE WELT", 23. Juli 1991 (Auszug):
US-Gefangene: Letzter Versuch

... Eine der letzten Initiativen in dieser Sache hatte 1984 der damalige US-Außenminister Shultz unternommen. Shultz war dazu vom ehemaligen Kriegsgefangenen John Noble auf gefordert worden, der von 1945 bis 1955 in einem sowjetischen Arbeitslager festgehalten worden war. Nach einem Bericht des Wall Street Journal vom 19. August 1986 wies Noble den amerikanischen Außenminister darauf hin, daß sich immer noch viele amerikanische Soldaten in sowjetischen Kriegsgefangenenlagern befänden.
Shultz antwortete damals: "Ich weiß, daß sie da sind. Doch jedes Mal, wenn wir ihnen in dieser Sache eine Note zuschicken, werfen sie sie uns ins Gesicht zurück."
Die New York Times hatte am 5. Januar 1954 gemeldet, daß sich noch 5.000 Gefangene in sowjetischer Hand befinden. Wie viele davon bis heute überlebten, ist unbekannt.